Buch- und Titelproduktion

Der Trend des Vorjahres hat sich bestätigt: 2009 ist die Zahl der Neuerscheinungen (Erst- und Neuauflagen) weiter gesunken. Genau 93.124 Titel sind im vergangenen Jahr auf den Markt gekommen – 1.152 weniger als im Vorjahr, ein Rückgang um 1,2 %. 2008 ist die Novitätenproduktion um 2,3 % zurückgegangen. Lässt man die Neuauflagen außen vor und betrachtet nur die Erstauflagen, also die „echten“ Markt-Premieren, dann wird deutlich, dass die Verlage ihre Programme im vergangenen Jahr in der Tat weiter verschlankt haben. Exakt 81.793 Titel sind 2009 zum ersten Mal erschienen (2008: 83.381). Die Zahl der Erstauflagen ist damit gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % gesunken. Der Novitätenanteil an der Titelproduktion lag bei 88 %, wie im Vorjahr.

Im Ländervergleich liegt Bayern bei der Titelproduktion mit 18,1% wieder deutlich in Führung. An zweiter Stelle steht Nordrhein-Westfalen mit 14,5%, es folgt Baden-Württemberg (14,2%) auf dem dritten Rang. Auch die Entwicklung der Erstauflagen lässt sich geografisch zeigen: München und Berlin liefern sich hier seit einiger Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das diesmal München mit einigem Abstand für sich entscheiden konnte. 9.646 Novitäten sind 2009 in der bayerischen Landeshauptstadt erschienen (2008: 9.614 Novitäten). Berlin, 2007 noch in der Pole-Position, folgt wieder auf Platz zwei mit 9.236 Titeln (2008: 9.495). Wie in den Vorjahren auch, rangiert Stuttgart (4.107 Titel, 2008: 4.114) hinter München und Berlin. Zum zweiten Mal auf Platz 4: Hamburg, das in den vergangenen Jahren kräftig aufgeholt hat. Dort werden mittlerweile 3.965 Novitäten verlegt, noch einmal 200 mehr als im Vorjahr. Gegenläufig ist der Trend in Frankfurt. Die Stadt am Main, früher mal auf Platz drei zu finden, verharrt auch 2009 auf Rang fünf, allerdings mit deutlich weniger Titeln als im Jahr davor: 3.188 Bücher sind hier im vergangenen Jahr veröffentlicht worden, 2008 waren es noch 3.570 Neuerscheinungen. Die Taschenbücher konnten ihren Anteil an den Erstauflagen gegenüber 2008 von 10,3 % auf 11,7 % steigern. 9.564 neue Titel haben im vergangenen Jahr um die Gunst der Leser konkurriert, 2008 waren es 8.570. Vorherrschendes Sachgebiet ist nach wie vor die Belletristik mit 46,7% (2008: 48,5%).