Geschwister-Scholl-Preis 2011 an Liao Yiwu

Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller hielt die Laudatio

Den 32. Geschwister-Scholl-Preis erhielt Liao Yiwu am 14. November 2011 in der Großen Aula der Ludwig-Maximilian-Universität in München für sein Buch "Für ein Lied und hundert Lieder. Ein Zeugenbericht aus chinesischen Gefängnissen". Herta Müller hielt eine bewegende Laudatio bei der Verleihung.

 

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Sinn und Ziel des Geschwister-Scholl-Preises ist es, jährlich ein Buch jüngeren Datums auszuzeichnen, das von geistiger Unabhängigkeit zeugt und geeignet ist, bürgerliche Freiheit, moralischen, intellektuellen und ästhetischen Mut zu fördern und dem gegenwärtigen Verantwortungsbewusstsein wichtige Impulse zu geben. 

Der Preis wird von unserem Verband gemeinsam mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München seit 1980 vergeben und ist mit € 10.000,- dotiert. Ausgezeichnet wird ein Buch jüngeren Datums (nicht vor dem 2. Halbjahr vor dem Jahr der Preisverleihung erschienen). Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich. Der Kulturausschuss der Stadt und der Vorstand des Verbands entscheiden über die Vergabe des Preises auf Vorschlag einer Fachjury. Mit Liao Yiwu wurde ein mutiger Poet und Chronist ausgezeichnet, der die Geschehnisse am 4. Juni 1989 auf dem Platz des himmlischen Friedens wie die Verhältnisse in chinesischen Gefängnissen beim Namen nennt.

 


 

www.geschwister-scholl-preis.de

Die Internetseite www.geschwister-scholl-preis.de zeigt alle Informationen rund um den Geschwister-Scholl-Preis. Das Archiv des Literaturpreises, der vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern gemeinsam mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München seit 1980 vergeben wird, steht damit nach seiner Überarbeitung und Ergänzung wieder online zur Verfügung. Sie finden auf der neuen Plattform nicht nur alle Preisträger und die ausgezeichneten Titel sowie die Begründungen der Jury, sondern auch die zahlreichen Reden, die anlässlich der Verleihungen gehalten wurden. Sinn und Ziel des Geschwister-Scholl-Preises ist es, jährlich ein Buch jüngeren Datums auszuzeichnen, das von geistiger Unabhängigkeit zeugt und geeignet ist, bürgerliche Freiheit, moralischen, intellektuellen und ästhetischen Mut zu fördern und dem gegenwärtigen Verantwortungsbewusstsein wichtige Impulse zu geben. Lesen Sie die Laudationes und wie die Preisträger jeweils ihren Dank ausdrücken – den Dank über einen Preis, über den Elisabeth Bauschmid schreibt, er sei zu loben „auch dafür, weil er Bücher heraushebt aus dem Elend der schnell vergänglichen Ware, zu der das Buch heute geworden ist.“ Ihren ungekürzten Essay zur Geschichte des Geschwister-Scholl-Preises können Sie auf der Internetseite ebenfalls finden. Dokumentiert werden die Verleihungen, nicht weit von dem Ort, an dem die Geschwister Hans und Sophie Scholl Ihre Flugblätter verteilt haben, auch immer wieder in Bildern, beispielsweise mit Ilya Politkovsky, der 2007 stellvertretend für seine Mutter Anna Politkovskaja den Preis entgegen genommen hatte. Der Preis wird seit 1980 vergeben und ist mit
€ 10.000,- dotiert.

Liste aller Preisträger seit 1980